9. Agrarkonvent

Landwirtschaft muss in der Mitte der Gesellschaft verortet sein

Berlin/Potsdam, 27. November 2017  Zum 9. Agrarkonvent konnte der OSV 400 Gäste begrüßen. Zahlreiche Sparkassen aus dem Verbandsgebiet des OSV und Schleswig-Holstein waren mit ihren Agrarkunden angereist, um sich zu aktuellen landwirtschaftlichen Themen auszutauschen.

Wolfgang Janitschke (Vorstandsvorsitzender Sparkasse Uckermark)
Detlef Kurreck (Präsident Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern)
Werner Schwarz (Präsident Bauernverband Schleswig-Holstein und Vizepräsident Deutscher Bauernverband)
Prof. Dr. Harald Grethe (Humboldt-Universität zu Berlin, Fachgebiet Internationaler Agrarhandel und Entwicklung)
Podiumsdiskussion (v.l.n.r.: Michael Klöckner, Detlef Kurreck, Werner Schwarz und Prof. Dr. Harald Grethe)
9. Agrarkonvent / Kongresshotel Potsdam am Templiner See
Podiumsdiskussion
Keynotesprecher Prof. Dr. Harald Grethe 
Filmaufnahme mit Hanka Mittelstädt (pro agro e.V.)


Landwirte brauchen Sparkassen als Partner

Wolfgang Janitschke,  Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Uckermark, und Detlef Kurreck, Präsident des Bauernverbandes Mecklenburg-Vorpommern, eröffneten die Veranstaltung. Janitschke betonte in seinem Statement, dass die Sparkassen als in der Region verankerte Institute an der Seite der Landwirte stehen. „Die OSV-Sparkassen haben in den letzten Jahren viel in das Geschäftsfeld Landwirtschaft investiert und wollen mit Ihnen weiter wachsen“, so seine Botschaft an die Landwirte. Präsident Kurreck nahm den Ball auf und unterstrich, dass die Bäuerinnen und Bauern Sparkassen als verlässliche Partner brauchen. Kritisch sieht er den zunehmenden Rückzug von Geldinstituten aus der Fläche. „Wir brauchen Ihre Präsenz vor Ort“, gab er den Sparkassenvertretern mit auf den Weg. 

Wechselnde Trends als Chance sehen

Werner Schwarz, Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein und Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, skizzierte in seinem Impulsvortrag sein Zielbild einer modernen Landwirtschaft. Er forderte die Landwirte auf, den Wertewandel in der Gesellschaft nicht als Bedrohung, sondern als Chance zu begreifen. „Aktion ist besser als Reaktion“, lautete sein Petitum. Er räumte ein, dass Zeit und Geld notwendig sind, um Themen in die Zukunft zu bewegen und den ländlichen Raum zu gestalten.  
 

Den Dialog intensivieren

Einen Blick in die Zukunft riskierte auch Prof. Dr. Harald Grethe, Fachgebiet Internationaler Agrarhandel und Entwicklung an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er riet dem Berufsstand, noch stärker in den Dialog mit Politik, Nichtregierungsorganisationen und Medien einzutreten und die inhaltliche Auseinandersetzung zu suchen. „Landwirtschaft muss in der Mitte der Gesellschaft verortet sein, raus aus den polarisierenden Diskussionen“, so sein Fazit. 

In einer lebhaften und kontroversen Podiumsdiskussion unter Einbindung von Detlef Kurreck wurden anschließend die unterschiedlichen Positionen vertieft.

Fachforen laden zum Diskutieren ein

Am Nachmittag konnten sich die Teilnehmer in sechs parallelen Fachforen zu ausgewählten Fachthemen austauschen. Die Handlungsfelder „Mitarbeiterführung“, „Hausbankfinanzierung“, „Ökolandbau“, „Direktvermarktung“, „Management des Betriebs- und Privatvermögens“ sowie „Biodiversität“ sorgten für intensiven Gesprächs- und Diskussionsstoff. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Ausstellermesse.  

Im nächsten Jahr feiert der Agrarkonvent sein 10jähriges Jubiläum. „Wir werden uns etwas Besonderes für Sie einfallen lassen“, versprach Michael Klöckner, Abteilungsdirektor im OSV und Moderator der Veranstaltung, den Teilnehmern.

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