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Ostdeutsche Sparkassen meistern Krise - Nummer Eins bei Kreditvergabe - Zehn Prozent Plus bei Krediten für Unternehmen und Selbstständige - Kunden setzen auf Sicherheit

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Holtmann: Sparkassenmodell hat sich in Krise bewährt 

Berlin, 23. Februar 2010   Die ostdeutschen Sparkassen sind mit den Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise gut zurechtgekommen und für neue Herausforderungen hervorragend gerüstet. „Unsere 49 Mitgliedssparkassen haben klug gewirtschaftet. Ihnen ist es gelungen, umfangreich neue Kredite auszureichen, Privatpersonen sichere Geldanlagemöglichkeiten zu geben, ein ausgeprägtes gemeinnütziges Engagement zu leben und zugleich weitere Rücklagen für zukünftige Herausforderungen zu bilden“, erläuterte der Geschäftsführende Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV), Claus Friedrich Holtmann, am Dienstag vor Journalisten in Berlin. „2009 war ein gutes Jahr, was wir aber nicht als Ruhekissen für 2010 begreifen.“

Insgesamt erwirtschafteten die OSV-Sparkassen 2009 ein Plus bei den Krediten und den Einlagen. „Grundlage für gute Geschäfte ist das Vertrauen unserer Kunden“, bekräftigte Holtmann. „Wir erreichen es durch solide und bewährte Beratungs- und Anlagestrategien. Wir sind offen für Neues, rennen aber dem Zeitgeist nicht hinterher.“

Plus bei Krediten

2009 haben die Sparkassen erneut ihr Kreditengagement bei allen Kundengruppen weiter ausgebaut. Insgesamt sagten sie in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt neue Kredite in Höhe von 5,9 Mrd. Euro zu, das waren 10,8 Prozent mehr als 2008. 2,8 Mrd. Euro entfielen dabei auf Unternehmen und Selbstständige (+ 10,3 Prozent).

Erstmals seit vielen Jahren wuchs der Gesamtkreditbestand spürbar um über 233 Mio. Euro (0,7 Prozent) auf 35,3 Mrd. Euro – d. h. die Kreditneuvergabe war deutlich höher als die Tilgungen. Im Bereich der Unternehmen und Selbstständigen stieg der Kreditbestand um 1,8 Prozent auf 14,5 Mrd. Euro.

Die Sparkassen sind mit einem Marktanteil von 80 Prozent Hauptkreditgeber des Handwerks. Auch beim Baugewerbe und beim Handel sind sie mit Marktanteilen von 47 Prozent bzw. 44 Prozent die Nummer Eins.

„Eines unserer Hauptstandbeine ist die Partnerschaft mit der mittelständischen Wirtschaft. Jeder, der eine gute Idee und überzeugende Konzepte hat, bekommt bei unseren Sparkassen auch Kredit“, so Holtmann.

Konnte den anwesenden Journalisten eine positive Bilanz der ostdeutschen
Sparkassen  mitteilen: Claus Friedrich Holtmann, Geschäftsführender
Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes.

Sparkassenkunden setzen weiter auf Sicherheit und kurzfristige Verfügbarkeit

60 Prozent der privaten Bankeinlagen aller Ostdeutschen liegen auf einem Sparkassenkonto, darunter 56 Prozent aller Sichteinlagen (Gelder auf Girokonten). Dies war erneut ein Spitzenwert nicht nur in Ostdeutschland.

2009 sind die Einlagen der Kunden bei Sparkassen erneut gewachsen. Ihr Volumen nahm um 2,1 Prozent oder 1,6 Mrd. Euro auf 80 Mrd. Euro zu. Hinzu kamen rund 21 Mrd. Euro bei den Verbundpartnern der ostdeutschen Sparkassen sowie in Wertpapierdepots. Zu den Verbundpartnern zählen u. a. die LBS Ost, die DekaBank und die öffentlichen Versicherer.

Nach wie vor bevorzugten die Kunden sichere Anlagen und kurze Laufzeiten. So wuchs das Volumen der Spareinlagen mit normaler Verzinsung um 14,5 Prozent oder 666 Mio. Euro auf 5,3 Mrd. Euro. Das Volumen der Sichteinlagen (Girokonten) legte um 19,8 Prozent (5 Mrd. Euro) auf 31 Mrd. Euro zu. Kaum gefragt waren dagegen Termingelder und Eigenemissionen der Sparkassen.

OSV-Sparkassen bleiben auf Spitzenplatz

Die insgesamt guten Geschäfte der Sparkassen schlugen sich in einem ausgezeichneten Betriebsergebnis vor Bewertung von 1,26 Prozent der DBS nieder (2008: 1,13 Prozent der DBS).

Rückenwind erhielten die Sparkassen laut Holtmann von der wieder normalisierten Zinssituation, bei der kurzfristige Laufzeiten niedriger als langfristige Laufzeiten verzinst werden. Die guten Erträge würden in angemessenem Umfang für die Bildung von Reserven für schlechtere Zeiten genutzt.

Breites Engagement für Kultur und Soziales

Nicht nur ihre wirtschaftliche Tätigkeit, sondern auch ihr gemeinnütziges Engagement haben die Sparkassen und ihr Verband 2009 noch einmal ausgebaut. Knapp 70 Mio. Euro flossen in Projekte aus den Bereichen Soziales, Kultur, Sport, Jugend, Umweltschutz oder Forschung. Der Anstieg zum Vorjahr (31 Prozent) ist vor allem auf Zustiftungen zurückzuführen und nach Aussagen Holtmanns eher als „nicht jährlich zu erwarten“ einzustufen.

Hier finden Sie die länderspezifischen Pressemitteilungen.
Bilder des Geschäftsführenden OSV-Präsidenten Claus Friedrich Holtmann und des Verbandsgeschäftsführer Wolfgang Zender
Übersicht Geschäftsentwicklung der ostdeutschen Sparkassen.