Modellvorhaben Regio-LAB

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  • Bezeichnung des Modellvorhabens

    ZUKUNFT VERSORGEN / Regio-LAB (Regional-Labore) – Skalierbare Ansätze zum Aufbau regionaler Versorgungsnetze in der Fläche 

  • Allgemeine Hinweise

    Mit der Grossen Emma wurde ein konkreter Ansatz zur Versorgung des ländlichen Raums entwickelt. Er wird derzeit zusammen mit der Sparkasse Meißen im Landkreis Meißen pilotiert. Aus den bisherigen Erfahrungen wurde das Vorgehen für ein systematisches Regio-LAB (Regional-Labor) abgeleitet. Dieses hat zum Ziel, wirtschaftlich tragfähige, kooperative Versorgungsstandorte im ländlichen, peripheren Raum zu etablieren und zu einem koordinierten Versorgungsnetz zu verbinden. Um zu zeigen, dass Regio-LAB dieses Ziel auch in Regionen mit sehr unterschiedlichen Ausgangsbedingungen erreicht, hat der OSV ein bundesweites Modellvorhaben formuliert und hierfür bereits erste Modellregionen gewinnen können.

    Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), hat das Modellvorhaben aufgegriffen. Es unterstützt das Modellvorhaben in den nächsten drei Jahren finanziell.

  • Kernelemente

    Antragssteller und Projektträger ist der OSV. Das Modellvorhaben läuft von 2014 bis 2016.

    Ziel ist, in mehreren Modellregionen ein Regio-LAB durchzuführen. Dabei setzt sich Regio-LAB zusammen aus RegioModulator, RegioModul und RegioNetz.

    • RegioModulator: das sind die Werkzeuge, mit denen passende Standorte gefunden, eingerichtet und in Betrieb genommen werden können – Regionalanalyse, Zukunftswerkstatt, Handbücher.
    • RegioModul: das sind vorgefertigte Angebote „Blaupausen“ für den Standort auf der Basis regionaler und überregionaler Kooperationen – bislang haben wir elf Angebote in den Bereichen Finanz-, Kommunal-, Paket- und Nahversorgungsdienste entwickelt.
    • RegioNetz: das ist ein Netzwerk- und Innovationsmanagement für die entstehenden Standorte, um die Vernetzung und den Austausch zwischen diesen zu befördern und deren Angebote weiterzuentwickeln sowie auszubauen.Wichtige Elemente des Regio-LAB sind bereits am Standort Zabeltitz im Landkreis Meißen zusammen mit der Sparkasse Meißen entwickelt und erprobt worden (Regionalanalyse, Zukunftswerkstatt, Handbücher und Angebote).

    Das Modellvorhaben soll dazu dienen, die fehlenden Elemente zu entwickeln und das Gesamtkonzept bundesweit in mehreren Regionen zu verproben.

    Dabei wird im Modellvorhaben davon ausgegangen, dass pro Region drei bis fünf Standorte gefunden werden, die nach und nach mittels Regio-LAB zu Versorgungsstandorten und zu einem Versorgungsnetz aufgebaut werden können.

    Eine kooperierende Region (auch vertreten durch die Sparkasse) bringt sich in das Modellvorhaben wie folgt ein:

    • Schritt 1: Standorte finden (Regionalanalyse und Zukunftswerkstatt)
    • Schritt 2: Standorte einrichten (bauliche Anpassungen)
    • Schritt 3: Standorte in Betrieb nehmen (auf Basis des Handbuchs und der Angebote)

    In der Finanzplanung zum Fördermittelantrag ist eine finanzielle Beteiligung der kooperierenden Regionen (oder Sparkassen) angedacht.

  • Nächste Schritte

    Erste Modellregionen konnten im Rahmen der Erstellung des Fördermittelantrags gewonnen werden. Mit diesen Regionen start Regio-LAB in 2014.

    Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche 2014 hat der OSV seine Aktivitäten im Landkreis Meißen und das Modellvorhaben vorstellen. Es fanden intensive Gespräche mit weiteren interessierten Sparkassen, Landkreisen und regionalen Akteuren der ländlichen Versorgung zur Teilnahme am Modellvorhaben statt. Im März 2014 wird im OSV ein Workshop für alle Interessenten durchgeführt, um die Grundlagen der Beteiligung am Modellvorhaben zu erarbeiten. Über den Termin und den Inhalt des Workshops wird zeitnah informiert.

Kontakt

  • Lukas Schreier, Leiter Projektbüro Regio-LAB

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