Wirtschaftliche Erholung in Mecklenburg-Vorpommern beeinflusst Sparkassengeschäft

Kein Anlass zur Schwarzmalerei - Mecklenburger und Vorpommern selbstbewusst

Berlin, 23. August 2011 Mecklenburger und Vorpommern haben im ersten Halbjahr 2011 wieder mehr Zuversicht gezeigt. Dies legen die Geschäftsergebnisse der zehn Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern im ersten Halbjahr 2011 nahe.Privatpersonen legten ihr Erspartes wieder in längerfristigen Anlagen oder Wertpapieren an. Unternehmen investierten kräftig weiter, was sich in der Kreditnachfrage niederschlägt.

„Die Sparkassenkunden in Mecklenburg Vorpommern hatten im ersten Halbjahr das Gefühl, dass die Krise überwunden war. Sie investierten wieder mehr in die Zukunft, beispielsweise in Wohneigentum“, betonte der Geschäftsführende Präsident des OSV, Claus Friedrich Holtmann. Er äußerte die Zuversicht, „dass die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten, an den Sparkassen des Landes mit ihrem regional ausgerichteten Geschäftsmodell vorbeigehen. Unsere bewährte Geschäftspolitik wird auch ihnen trotzen. Das solides Finanzprofil der OSV-Sparkassen und die Unabhängigkeit von Fremdkapital verschaffen uns in Krisenzeiten einen großen Wettbewerbsvorteil. Dies alles wird durch unsere gute Kapitalausstattung abgesichert.“

Holtmann sieht für die Sparkassenkunden keinen Anlass zur Schwarzmalerei: „Unsere Kunden haben sich in den ersten sechs Monaten selbstbewusst gezeigt und haben allen Anlass. es zu bleiben.“

Mecklenburg-Vorpommerns Sparkassen bleiben Hausbank des heimischen Mittelstandes

Entwicklung des Kreditbestands im ersten Halbjahr

Der Kreditbestand bei den Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern wuchs zwischen Anfang Januar und Ende Juni um +59 Mio. Euro (+1 Prozent). Das Wachstum entfiel vor allem auf das Segment „Unternehmen und Selbstständige“, in dem das Volumen um +12 Mio. Euro (+0,5 Prozent) stieg, sowie auf die öffentlichen Haushalte (+56 Mio. Euro/+14,6 Prozent).

Der aktuelle Marktanteil der Sparkassen Mecklenburg-Vorpommerns an den Krediten für wirtschaftlich Selbstständige beträgt 42 Prozent. Vergabe neuer Kredite seit Jahresbeginn.

Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten über 463 Mio. Euro neue Kredite zugesagt (+15,9 Prozent), davon allein 224 Mio. Euro an die Wirtschaft (+20,7 Prozent) und 219 Mio. Euro (+10,6 Prozent) an Privatpersonen.

Auffällig ist nach Angaben Holtmanns, dass das Neuzusagenwachstum in Mecklenburg-Vorpommern nicht länger allein durch Wirtschaftskredite getragen wird, sondern vor allem durch Kredite an Privatpersonen. Die Privatpersonen finanzieren damit vor allem Wohnungsbauten oder -käufe. Auch dies deute auf das sich verbessernde Konsumklima und einen gewachsenen Optimismus bei unseren Kunden.

Mecklenburger und Vorpommern geben wieder mehr Geld aus

Entwicklung der Einlagen in den ersten sechs Monaten

In der Regel geben die Sparkassenkunden im ersten Halbjahr mehr Geld aus als im zweiten Halbjahr, was sich jeweils in den Einlagenbeständen niederschlägt.

Entsprechend sank in den ersten sechs Monaten des Jahres das Volumen der Einlagen bei den Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern leicht um -99 Mio. Euro auf 9,8 Mrd. Euro (-1 Prozent).

Holtmann erläuterte: „Das ‚Angstsparen’, hervorgerufen durch die wirtschaftliche Unsicherheit im ersten Halbjahr 2010, führte zum Wachstum der Einlagenbestände. 2011 kehrten die Kunden wieder zum normalen Verhaltensmuster zurück.“ In der Regel bauen sich die Einlagenbestände bei den OSV-Sparkassen im ersten Halbjahr ab.

Tendenziell setzten die Sparer im Norden im ersten Halbjahr wieder auf längerfristige Anlagen. So stieg das Volumen der Termingelder um +19,4 Mio. Euro (+7,6 Prozent).

Zudem investierten die Sparkassenkunden in Mecklenburg-Vorpommern ihr Erspartes, das sie auf dem Girokonto geparkt hatten, verstärkt in Wertpapiere. Dabei bevorzugten sie vor allem festverzinsliche Wertpapiere (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum + 37,6 Mio. Euro) und Investmentfonds (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum -6 Mio. Euro), die in ihre Sparkassendepots eingingen.

„Für ihre Transaktionen nutzen unsere Kunden zu etwa zwölf Prozent die von uns und unseren Verbundpartnern bereitgestellten Onlineplattformen, insbesondere bei der DekaBank und dem S Broker. Zu 88 Prozent finden Wertpapiertransaktionen nach intensiven Beratungsgesprächen in den Geschäftsstellen statt.“

Sparkassen zufrieden mit Geschäftsentwicklung

Die Sparkassen Mecklenburg-Vorpommern erwarten zum Jahresende ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 1,27 Prozent der DBS. Die bilanzielle Eigenkapitalrentabilität wird bei 16 Prozent liegen (Vorjahr 17 Prozent), die Cost-Income-Ratio zwischen 62 und 63.

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