Ermrich: Sparkassen bringen Land voran

Parlamentarischer Abend des OSV für Brandenburg

Potsdam, 25. April 2018   Die elf Sparkassen in Brandenburg sind gut aufgestellt und bleiben Partner des heimischen Mittelstandes. Im vergangenen Jahr  vergaben sie neue Kredite in Höhe von mehr als
2,5 Mrd. Euro, davon 1,2 Mrd. Euro an Unternehmen und Selbständige. Diese Entwicklung hält auch 2018 an. Dies sagte der Geschäftsführende Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV),
Dr. Michael Ermrich, auf einem parlamentarischen Abend des Verbandes in Potsdam.

„Kredite bewirken immer neue Kaufkraft. Zusammen mit rund  256 Mio. Euro Gehälter der Beschäftigten der Sparkassen stehen sie damit für 2,7 Mrd. Euro neue Kaufkraft in Brandenburg. Das sind rund 4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes. Gleichzeitig wuchsen die Kundeneinlagen auf 24,4 Mrd. Euro an. Außerdem zahlten die Sparkassen 2017 rund 95 Mio. Euro Steuern“, erläuterte Ermrich.

„Wir sind stark, wir stellen ein erfolgreiches und eigenkapitalstarkes Sparkassenwesen im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung und der Daseinsvorsorge sicher“, betonte Ermrich. Die Sparkassen sind bereit, mit den Kommunalpolitikern einen noch stärkeren Beitrag zum Erhalt von Strukturen im ländlichen Raum zu leisten.

Ermrich stellte zudem klar: „Die Institute dürfen nicht durch wachsende Regulierungslasten aus Europa und der Bundesebene ausgebremst und behindert werden. Zur Erfüllung all der nicht immer nachvollziehbaren Normen werde immer mehr Eigenkapital beansprucht.

Für die Sparkassen in Brandenburg stiegen die Belastungen 2018 von aktuell 1,38 Mrd. Euro auf dann 2,05 Mrd. Euro. Dies bedeute, dass sie 670 Mio. Euro mehr ihres Eigenkapitals zur Erfüllung der Anforderungen der Aufsicht blocken“, kritisierte Ermrich.

Die Sparkassen und ihre kommunalen Träger lehnen eine europäische Einlagensicherung ab. „Risiko und Haftung müssen verbunden sein. Jedes Land muss eigene System aufbauen und bereithalten.“  

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