Parlamentarischer Abend des OSV

Ermrich: Starkes Europa statt überreguliertes Europa

Dresden, 6. November 2018  Kreditboom bei den 12 sächsischen Sparkassen. In den ersten neun Monaten des Jahres veaben sie neue Kredite an Unternehmen und Selbständige in Höhe von 2,1 Mrd. Euro.
Das waren 21 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. „Die sächsischen Sparkassen leisten so einen überdurchschnittlichen Beitrag zur Volkswirtschaft“, erläuterte der Geschäftsführende Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, Dr. Michael Ermrich, auf einem parlamentarischen Abend des Verbandes am Dienstag in Dresden.

Im gleichen Zeitraum genehmigten die Sparkassen im Freistaat neue Kredite an Privatpersonen in Höhe von 1,3 Mrd. Euro, das waren zehn Prozent mehr als in den ersten neun Monaten 2017. „Die Sparkassen bleiben Partner der heimischen Wirtschaft und Hausbank der Sachsen“, sagte Ermrich weiter.

Zudem müssten sich die Sparkassen mit den Folgen der Regulierung auf EU-Ebene auseinandersetzen. Ermrich stellte klar, dass Europa ein Miteinander von Nationalstaaten benötige. Die Sparkassenfinanzgruppe stehe zu einem Europa der Vielfalt, der Regionen und der Subsidiarität.

Er betonte zugleich: „Nicht zuletzt stehen wir für ein Europa dessen finanzpolitische Rahmensetzung erfolgreiche nationale Modelle nicht bekämpft, sondern fördert. Vielfalt, auch im Finanzbereich, stärkt, macht widerstandsfähiger. Und wir stehen für ein Europa, dessen Institutionen deutlich machen, dass vor der gemeinsamen Verantwortung die Eigenverantwortung kommt.“

Beispielhaft verwies er auf das Einlagensicherungssystem. Eine europäische Einlagensicherung sei Zukunftsmusik. Und könne erst eingeführt werden, wenn alle Staaten ihre Hausaufgaben gemacht hätten.   

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