Parlamentarischer Austausch des OSV: Sparkassen erfolgreich

Ermrich: Sparkassen weiter auf gutem Weg

Berlin/Magdeburg, 28. Februar 2019 – Der Geschäftsführende Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV), Dr. Michael Ermrich, sieht die 13 Sparkassen in Sachsen-Anhalt weiter auf einem guten Weg. „Die Sparkassen in Sachsen-Anhalt sind weiterhin wirtschaftlich erfolgreich, solide und wetterfest aufgestellt, sie garantieren Finanzdienstleistungen in hoher Qualität, sind langfristig zuverlässig und berechenbar“, sagte Ermrich auf einem parlamentarischen Austausch des Verbandes am Donnerstag in Magdeburg. Auch die aktuelle Diskussion um die NORD/LB gefährde nicht die Stärke der Sparkassen.

Ermrich sagte weiter: „Die aktuellen Probleme der NORD/LB beschwerten auch die Sparkassen des Landes. Mit dem zugesagten Beitrag der Sparkassen-Finanzgruppe von rd. 1,2 Mrd. Euro seien die Sparkassen in Sachsen-Anhalt doppelt belastet. Mit ihrem 60 Millionen-Euro-Anteil als sogenannte Altträger und zusätzlich über den OSV-Stützungsfonds - der ja wieder aufgefüllt werden müsse – auch wenn das Kapital in eine „neue“ Beteiligung an der NORD/LB fließe. Damit bestehe zumindest die Chance des Rückflusses.

Gleiches gelte für den Beitrag des Trägers, dem Land Sachsen-Anhalt. Ausdrücklich dankte er der Landesregierung, vor allem Finanzminister Schröder, für das Ringen und den Einsatz für die NORD/LB. „Wir begrüßen die Positionierung des Kabinetts vom Dienstag, nach der sich das Land wie die Sparkassen zur NORD/LB in seiner Trägerverantwortung bekennen will, und hoffen, dass auch der folgende demokratische Prozess dies bestätigen wird“.

Er hob die Leistungen der NORD/LB für Sachsen-Anhalt hervor. Gemeinsam mit den Sparkassen sei sie ein bedeutender Finanzierungspartner mit ihrem Marktanteil von 12 Prozent. In ihrem Bestand seien 4 Mrd. Euro Kredite für die Wirtschaft. Hinzu kommen die Finanzierungsaktivitäten der Investitionsbank. Für die Zukunft gelte: „Wir erwarten, dass das Geschäftsmodell der Bank auf stabilere Füße gestellt wird. Die Pläne deuten ja in diese Richtung.“

Mit Blick auf die bevorstehende Europawahl würdigte Ermrich die Bedeutung der EU: „Stärke der EU muss es sein, zentrale internationale Aufgaben zu bewältigen, beispielsweise in der Verteidigungs- und Außenpolitik und der Migrationspolitik. Gleichzeitig müsse das Subsidiaritätsprinzip wieder stärker beachtet werden.

Dazu zählten auch, die Besonderheiten des deutschen Bankenmarktes zuzulassen – Sparkassen könnten ihre Arbeit auch sehr gut machen, ohne die Vorgaben für internationale Großbanken erfüllen zu müssen. Nationale Regeln reichten.“

Für Gemeinwohl

Trotz der schwierigen Lage in der Niedrigzinsphase haben die Sparkassen im vergangenen Jahr 9,6 Millionen Euro für Sponsoringvorhaben und Stiftungsprojekte bereitgestellt. Mehr als 2,5 Millionen Euro gingen an kulturelle Projekte, mehr als 3,8 Millionen Euro an den Sport. Der Rest verteilte sich auf die Bereiche Jugend, Soziales, Umweltschutz und Forschung. „Es ist uns wichtig, dazu beizutragen, dass sich die Menschen in ihrer Heimat wohl fühlen“, betonte Ermrich.

Die Sparkassen im Land bieten aktuell ihre Dienstleistungen in einem dichten Netz von 304 Geschäftsstellen an. Sie stellen 663 Geldautomaten bereit. Rückgänge gab es nur dort, wo sich das Nutzungsverhalten der Kunden spürbar änderte.

Mehr Kredite

Die Sparkassen des Landes blieben auch 2018 Partner der heimischen Wirtschaft, aber auch der Privatkunden, wie die zwei Mrd. Euro neu vergebener Kredite im vergangenen Jahr zeigten. Besonders Kredite für den heimischen Mittelstand zu bewilligen, sei den Sparkassen nach wie vor wichtig. „Wir freuen uns über engagierte Unternehmen, die mit guten Ideen die Wirtschaft voranbringen und unterstützen sie gern mit Krediten“, so Ermrich.

Ordentliches Betriebsergebnis

Insgesamt erzielten die Sparkassen des Landes ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 257 Millionen Euro und zahlten Steuern in Höhe von 63,7 Millionen Euro – trotz ihrer Zusatzbelastung durch die NORD/LB.
 

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