Internetfachtagung 2015 – auf dem Weg in die digitale Zukunft

Potsdam, 23./24. November 2015 Digitale Innovationen verändern Alltag und Arbeitswelt. Auch die GS2020 definiert das sich verändernde Kundenverhalten als eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft für die Sparkassen. Auf der Internetfachtagung des OSV diskutierten die 120 Teilnehmern ausgiebig über dieses Themenfeld.

Internetfachtagung – fester Bestandteil im Veranstaltungskalender
Über 120 Teilnehmer – Rekord!
Frank Axel, Leiter Abteilung Markt des OSV
Jochen Knaab, DSV
Markus Stiefelhagen, KSK Köln
Reges Treiben auf der Ausstellermesse
Mark Ockert, Sparkasse Elbe-Elster
Andreas Birk, OSV, moderierte durch die Veranstaltung
Kai Bruns, Finanz Informatik
Björn Schneider, Förde Sparkasse
Mut - ein Motto der Veranstaltung
Dr. Hansjörg Leichsenring, Autor und Unternehmensberater

Frank Axel, Leiter der Abteilung Markt des OSV, empfahl, die bereits vorhandenen Unterstützungsangebote des Verbandes sowie der Verbundpartner zu nutzen, wie z.B. das ePostfach 2.0.

Jochen Knaab vom Deutschen Sparkassenverlag stellte die geplanten Aktivitäten im E- und M-Commerce vor. Er wies darauf hin, dass eine Vielzahl an Playern versucht, sich in dieser strategischen Lücke zu positionieren, da das bequeme Bezahlen im Internet bisher nicht von der deutschen Kreditwirtschaft vorangetrieben wurde. Knaab ermutigte: „Es müsse zwar viel getan werden, allerdings sollten wir nicht ständig zu pessimistisch sein. Aller Anfang ist schwer, aber der DSV wird in den nächsten Monaten umfangreiche Aktivitäten im E-Commerce starten.“ Eine flächendeckende Nutzung von Online-Angeboten in der S-Finanzgruppe sei Voraussetzung, um der Geschwindigkeit im freien Markt standhalten zu können.

Ausführlich diskutierten die Teilnehmer den Rollout der Internet-Filiale 6.0. Kai Bruns von der Finanz Informatik und Carsten Thälker vom Sparkassen-Finanzportal stellten die fortschrittlichen Funktionen in Verbindung mit modernem Design vor und bewarben die IF 6 als Basis für erfolgreichen medialen Vertrieb.

Mit der Ostsächsische Sparkasse Dresden und der Sparkasse Elbe-Elster berichteten zwei Pilotsparkassen über Ihre Erfahrungen zur Einführung des neuen Internetauftritts. Trotz einiger Probleme und großen Aufwandes kamen beide zu dem Schluss – es lohnt sich!

Johannes Härtel, Bereichsleiter der GeTIK, sah in der Einführung gar den Startschuss einer notwendigen Digitalisierungsoffensive der Sparkassen. Zur Vorbereitung auf diesen Wandel bietet der OSV in Zusammenarbeit mit der GeTIK eine umfassende Standortanalyse der Sparkasse an – den Vertriebscheck Online Plus. Diese Analyse der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit als Multikanalsparkasse berücksichtige nicht nur statistische Daten, sondern auch zahlreiche weiche Faktoren, aus denen konkrete Handlungsempfehlungen und ein individueller Maßnahmenplan abgeleitet werden.

Wie eine solche Digitalisierungsoffensive aussehen könnte, zeigte Björn Schneider von der Förde Sparkasse auf. Die flächendeckende Einrichtung von WLAN für Kunden und Mitarbeiter, die Bereitstellung von iPads für alle Mitarbeiter zur beruflichen aber auch privaten Nutzung sowie die Konzeption einer App zur internen Kommunikation gehören zum Maßnahmenkatalog. Eine entscheidende Aufgabe sei jedoch, die Mitarbeiter auf dem Weg in die digitale Welt mitzunehmen.

Ähnliches berichtete auch Markus Stiefelhagen von der Kreissparkasse Köln. Mit der ausgezeichneten Online-Beratung der Sparkasse stellte er ein weltweit einzigartiges Angebot vor, das Kunden vermehrt nutzen. Die Weiterentwicklung der Vertriebswege mittels Einführung der Online-Kanäle widerspricht keineswegs dem Wunsch nach Kundennähe: „Kundennähe bedeutet nicht, überall eine Filiale aufzubauen. Kundennähe heißt, für den Kunden überall verfügbar zu sein.“ Online-Banking bietet somit auch für kranke, alte und verreiste Menschen die Möglichkeit, ihre Finanzgeschäfte persönlich abzuwickeln.

Abschließend fasste Dr. Hansjörg Leichsenring die Herausforderungen für Finanzdienstleister im digitalen Wandel noch einmal zusammen. Finanzinstitute hängen den digitalen Entwicklungen hinterher. Aufgrund einer großen Anzahl neuer Wettbewerber müsse man sich aber schnell öffnen, weil Digitalisierung schon längst kein kurzfristiger „Trend“ mehr sei. Stattdessen ist eine ganzheitliche, integrierte Multikanalstrategie, die den Kunden in den Mittelpunkt stellt und im Alltag partnerschaftlich unterstützt, der zukünftige Schlüssel zum Erfolg.

Kontakt