Worauf müssen wir uns 2016 einstellen?

Angeregter Austausch über die strategischen Themen und deren Umsetzung beim 34. Vertriebsring der ostdeutschen und schleswig-holsteinischen Sparkassen im Kongresshotel Potsdam

Berlin, 8. März 2016 Am Dienstag trafen sich Vertriebsvorstände, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Vertriebssteuerung und den Bereichen Markt sowie die OSPlus-Verantwortlichen der ostdeutschen und schleswig-holsteinischen Sparkassen zum 34. Vertriebsring. Strategische Handlungsfelder, praktische Informationen zu den Maßnahmen und Aufgaben im aktuellen Vertriebszeitraum wurden in Vorträge und erstmals in eine Podiumsdiskussion eingebettet.

Eröffnungsvortrag Herr Zender
Startschuss zur gemeinsamen Kampagne durch Gerhard Müller
angeregte Podiumsdiskussion
Plenum am Vorittag
Peter Brandl - schnell schwere Entscheidungen treffen
Peter Brandl - große Nachfrage beim signieren seiner Bücher
Piktogrammtasse und Fiebel bestellbar bei der GSD
Herzlichen Glückwunsch zum Frauentag

Strategische Themen, die uns alle bewegen

Darauf verwies in seinem Eröffnungsvortrag der Verbandsgeschäftsführer des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV), Wolfgang Zender. Die Zeiten werden weiter unruhig bleiben, und durch die brutale Transparenz seien die Kunden besser denn je vorbereitet. Die ganzheitliche Geschäftsstrategie 2020 der ostdeutschen Sparkassen gebe Orientierung für die Entwicklung eigener Strategien in den Sparkassen. Dabei gelte es, die Kundensicht in den Fokus zu stellen. Weitere Schwerpunkte seien PPS_neo, der Ausbau des Kundenkreditgeschäftes, neue Perspektiven für die Immobilienfinanzierung durch die Wohnimmobilienkreditrichtlinie und paydirekt. Um das Online-Bezahlverfahren paydirekt voranzubringen, müssten alle gemeinsam die Chance ergreifen.

Wissen Sie, wie alt Sie werden?

Das konnte Gerhard Müller, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkassen-Versicherung Sachsen zwar nicht genau sagen, jedoch solle man sich auf eine abgesicherte Zeit nach dem Berufsleben vorbereiten. Die gemeinsame neue Rentenkampagne von Sparkassen und den Versicherern nehme dieses Thema aktiv auf. „Du lebst sieben Jahre länger als Du denkst“, so Müller. Damit gab er den Startschuss für die gemeinsame Kampagne. Viele Beispiele gebe es für diese Glückszahl Sieben – im siebten Himmel, die sieben Zwerge, sieben auf einen Streich oder auch sieben Fässer Wein. „Wir leben länger, und die gesetzliche Rente werde weniger – die private Versicherung biete dafür die besten Lösungen“, sagte er.

Wie können wir das gewerbliche Kreditgeschäft vorantreiben?

Diese Frage erörterten im Rahmen der Podiumsdiskussion die Fachleute zu diesem Thema. Ulrich Kempf, Vorstandsmitglied der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, Udo Schlünsen, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Herzogtum-Lauenburg, und Frank Speckmann aus der Geschäftsführung der Deutschen Leasing stellten sich den präzisen Fragen von Frank Axel, Abteilungsleiter Markt des OSV. Dabei waren sich Schlünsen und Kempf einig, man müsse das Kreditgeschäft wollen und leben, man benötige kurze Entscheidungswege, motivierte Mitarbeiter und Kenntnis darüber, was im eigenen Geschäftsgebiet los ist. Frank Speckmann kündigte für das laufende Jahr eine Veränderung im Vertrieb an, welche sich den Strukturen der Sparkassen noch besser anpassen werde.

Tamara Rother von der Sparkasse Chemnitz schätzte diese Podiumsdiskussion als sehr aufschlussreich ein: „ Das für unser Haus wichtige Thema Gewerbliches Kreditgeschäft gab mir durch die Podiumsdiskussion wichtige und hilfreiche Hinweise. Der Vertriebsring bot wieder interessante Erkenntnisse und Anregungen, die ich in meiner täglichen Arbeit gut umsetzten kann.“

Wie können wir Sie unterstützen

Darauf hatte Frank Axel die passenden Antworten. Interessante und wirksame Angebote stünden zentral zur Verfügung, um den Angebotsdruck zu erhöhen. Die Digitalisierung auf allen Ebenen vorantreiben, Onlinebanking einfach und sicher zu gestalten sowie die Intensivierung der Kartennutzung mit dem neuen Produkt Cardster zu erhöhen, waren nur einige seiner Themen.

Hudson River – die Kunst, schwere Entscheidungen zu treffen

Darüber konnte Peter Brandl, ehemaliger Pilot und gefragter Vortragsredner, sehr glaubwürdig referieren. Dass man nicht nur „über den Wolken“ schnelle und schwere Entscheidungen fällen muss, machte er an anschaulichen Beispielen deutlich. Treffende Parallelen fand er für den Alltag auf dem Boden, um die vermeintlich richtigen Alternativen gegeneinander abzuwägen. Es gebe immer verschiedene Möglichkeiten, Hauptsache sei aber, dass eine Entscheidung getroffen wird. Die Erfahrung dafür sei die Summe aller überlebten Fehler. „Darum gestatten Sie sich Fehler oder lassen Sie überlebbare Fehler zu“, riet er seinen aufmerksamen Zuhörern.

Praxistipps und -tools für den Vertrieb

Lebendig ging es auch in den Themenforen am Nachmittag zu, in denen die Schwerpunkte des Vertriebs- und Kommunikationskonzeptes sowie ausgewählte Unterstützungsangebote im Detail präsentiert und diskutiert wurden. Praktische Beispiele und Schritte zur Umsetzung für die Digitalisierung, Kundenansprache im Kreditgeschäft, OSPlus_neo und die Angebote der Verbundpartner wurden aktiv aufgenommen.

Für Anja Wesener von der Sparkasse Neubrandenburg-Demmin war der Praxisbericht der Sparkasse Barnim und des OSV zu den Themen Onlinebanking, E-Postfach und paydirekt besonders interessant. „ Beeindruckt hat mich, wie es der Sparkasse gelungen ist, das Projekt so erfolgreich umzusetzen. Diese Erfahrungen sind für unsere Arbeit sehr wertvoll.“

Der nächste Vertriebsring findet am 5. Juli 2016 in Potsdam statt.

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