Pilotprojekt "Grosse Emma"

  • Ausgangslage

    Der ländliche Raum verändert sich. Ein anhaltender Bevölkerungsverlust führt dazu, dass die vertrauten Formen der Daseinsversorgung nicht mehr tragfähig sind. Läden verschwinden, Mediziner ziehen weg, die sozialen Orte lösen sich auf. Die bereits bestehenden Versorgungsdefizite werden durch Konzentrationstendenzen, wie sie im Einzelhandel oder in vielen Dienstleistungen zu beobachten sind, verschärft. Der Abstand zwischen dem Angebot und dem Endkunden vergrößert sich und die Ausgestaltung des Alltags wird für Menschen, die im ländlichen Raum leben, immer schwieriger. Das ist das Ergebnis: Die Region verliert an Attraktivität. Um dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen, wird die Grosse Emma entwickelt, eine regionale Versorgungsinfrastruktur. 

  • Was ist die Grosse Emma?

    Grosse Emma ist eine regionale Versorgungsinfrastruktur: Sie ist ein kooperatives, multiplizierbares und flexibles Modell, um in ländlichen Räumen eine qualitativ wertige Versorgung der Bevölkerung auf eine innovative Art und Weise zu sichern, bzw. sie dort, wo sie bereits verloren ist, durch neue Ansätze wieder aufzubauen. 

  • Welche Ziele verfolgt die Grosse Emma?

    Durch das Teilen von Lasten verbessert und stabilisiert die Grosse Emma die Versorgung im ländlichen Raum. Bestehende Angebote werden wirtschaftlich gestärkt und modernisiert.

    • Die Grosse Emma fördert so die Attraktivität der ländlichen Räume und steigert ihre Akzeptanz als Arbeits- und Wohnräume.
    • Die Grosse Emma wirkt als Treffpunkt und Mitte der Erosion des öffentlichen und sozialen Lebens im ländlichen Raum entgegen.
    • Die Grosse Emma ist ein multifunktionaler Entwicklungskern und ein Ausgangspunkt für den Ausbau einer neuen Qualität des Lebens im ländlichen Raum. 
  • Wie funktioniert die Grosse Emma?

    Grosse Emma ist ein regionaler Systemansatz. Ziel ist die Einrichtung einer wirtschaftlich tragfähigen und nachhaltigen Basisausstattung der Daseinsvorsorge in ländlichen Regionen in der Fläche. Als Baukasten entwickelt, kann das Konzept mit lokalen und regionalen Anpassungen an jedem Standort etabliert werden.

    1. Die Grosse Emma ist kooperativ: Mehrere Akteure der Daseinsvorsorge nutzen gemeinsam einen Standort.

    • In einer Großen Emma arbeiten drei Lead-Partner zusammen: Paketdienste / Finanz- und Versicherungsdienste / soziale und kommunale Dienstleister kooperieren.

    2. Die Grosse Emma ist koordiniert: Mehrere Standorte stehen einem Akteur der Daseinsvorsorge zur Verfügung.

    • Grosse Emma ist eine Infrastruktur für den ländlichen Raum. Sie wird an mehreren Standorten gleichzeitig eingerichtet.

    3. Die Grosse Emma ist kommunikativ: Sie bietet den Bewohnern einen verlässlichen Zugang zu Dienstleistungen und Waren des alltäglichen Bedarfs, sie ist ein Treffpunkt.

    • Grosse Emma spielt eine wichtige Rolle bei der Stärkung des Informationsaustauschs und des gesellschaftlichen Miteinanders auf dem Land. Das Konzept „Treffpunkt“ reflektiert sich neben der Ausstattung auch in zentralen Standorten der Einrichtungen „im Dorf“. 
  • Was wurde bisher erreicht?

    Die Grosse Emma wird seit 2 Jahren durch das Demografienetzwerk des OSV entwickelt- und hier speziell mit InD-Berlin / Initialdesign. Regionalanalysen haben in zwei Landkreisen mögliche Handlungsansätze für eine Umsetzung herausgearbeitet. Eine Pilotierung der Grossen Emma ist für das Jahr 2013 vorgesehen. Dafür wurden neben einer Sparkasse Partner aus den KEP-Industrien und aus dem LEH gewonnen. Ein Prototyp für die Grosse Emma ist entwickelt, die räumlichen Rahmenbedingungen sind geklärt und abgestimmt. 

  • Was soll aus der Grossen Emma werden?

    Die Grosse Emma ist ein offenes System. Grundsätzlich steht eine Nutzung der neuen Infrastruktur allen Akteuren im ländlichen Raum offen. Die Grosse Emma wird dabei bestehende Ansätze ergänzen, stabilisieren und zwischen unterschiedlichen Akteuren vermitteln.

    Um die Grosse Emma in die Fläche zu bringen, soll eine zentrale Koordinierungs- und Zertifizierungsstelle - ein Systemkopf - eingerichtet werden, der Vernetzung und Rückverankerung bei den beteiligten Partnern in der Wirtschaft aber auch bei Kommunen und Landkreisen sichert. Die Stelle wird Standards definieren und gewährleisten, dass sie eingehalten werden, damit alle Akteure gleichermaßen von der Grossen Emma profitieren: Eine qualitativ hochwertige und langfristig verlässliche Versorgung ist ein regionaler Standortvorteil. Ihn wird die Grosse Emma gewährleisten. Die Grosse Emma kann als ein Lizenzansatz auf- und ausgebaut werden. Rahmenbedingungen dafür werden derzeit erarbietet.

  • Wo gibt es weiterführende Informationen?

    Auf dieser Seite stellen wir grundlegende Informationen zum Projekt zur Verfügung. Weitergehende Anfragen zum Projekt stellen Sie bitte über das Kontaktformular. Wir werden Ihre Anfrage schnellstmöglich beantworten und übersenden gern Informationsmaterial zum Projekt.

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NEWS

Grosse Emma gewinnt... Grosse Emma hat am 21.12.2012 den Initiativpreis des DSGV als innovatives und engagiertes Projekt gewonnen.
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Eröffnung

Erste Grosse Emma eröffnet In Zabeltitz / Landkreis Meißen wurde am 16.06.2014 die erste Grosse Emma eröffnet. Auf der Seite zab.grosse-emma.de finden sich Bilder der Eröffnung und des Aufbaus. Die Seite www.grosse-emma.de informiert über das Konzept.
Eröffnung Grosse Emma in Zabeltitz