Sparkassen-Tourismusbarometer für Mecklenburg-Vorpommern

Digitalisierung im Mecklenburg-Vorpommern Tourismus

Stralsund, 14. September 2016  Die Digitalisierung ist auch im Tourismus der Schlüssel zum Erfolg. Das aktuelle Sparkassen-Tourismusbarometer des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV) ermahnt die touristischen Betriebe trotz des engen finanziellen Spielraums die Chancen des digitalen Erfahrungsaustausches und des Wissensmanagements zu nutzen. Der Fachkräftemangel bereitet auch in diesem Bereich Probleme.

Der Geschäftsführende Präsident des OSV, Dr. Michael Ermrich, sagt aus Anlass der Veröffentlichung des Sparkassen-Tourismusbarometers: „Service für Gäste beginnt nicht erst bei der Ankunft, sondern bereits bei der Planung der Reise. Hier müssen wir die Kunden mit einem vernetzten Angebot überzeugen. Gleichzeitig profitieren die Betriebe vom virtuellen Erfahrungsaustausch. Digitalisierung ermöglicht eine intensivere Zusammenarbeit innerhalb der Destination. Es geht darum, dem Gast mit moderner Informations- und Kommunikationstechnologie und digitalen Anwendungen vor, während und nach dem Urlaub einen Zusatznutzen zu bieten.“

Mecklenburg-Vorpommern aufgeschlossen für digitalen Wandel

Deutlich mehr Touristiker in Mecklenburg-Vorpommern als im übrigen Ostdeutschland wissen um die wachsende Bedeutung der Digitalisierung, vor allem im Bereich Produkt-/Service. Dies verdeutlicht eine aktuelle Befragung des Tourismusbarometers.

Insgesamt rechnen 60 Prozent damit, dass die Digitalisierung im Marketing künftig zunehmen wird, 54 Prozent der Befragten gehen von  einer Bedeutungszunahme im Vertrieb aus, nur 38 Prozent im Bereich Produkt-/Service  und 29 Prozent im Bereich Betriebsabläufe.

74 Prozent der Touristiker in Ostdeutschland sehen im digitalen Wandel Chancen, in Mecklenburg-Vorpommern sind die Verantwortlichen in den Destinationen und Betrieben sogar noch optimistischer.

Implementierung von Digitalisierungsprozessen schwierig

Einerseits ist in Mecklenburg-Vorpommern der Anteil derer, die eine Strategie für die Digitalisierung haben, überdurchschnittlich hoch. Andererseits fühlen sich sieben von zehn Betrieben schlecht oder allenfalls mittelmäßig auf den digitalen Wandel vorbereitet.

Ostdeutschlandweit ist die Implementierung von Digitalisierungsprozessen in 30 Prozent der Destinationen Chefsache. In Mecklenburg-Vorpommern liegt der Wert mit 33 Prozent über dem ostdeutschen Durchschnitt. Nur rund jede zehnte Institution hat überhaupt keine Strategie.

Digitaler Tourismus ist Aufgabe des gesamten Unternehmens

Wer die Chancen der Digitalisierung ausschöpfen will, der muss Arbeitsabläufe und traditionelle Tourismusstrukturen in Frage stellen. Im Kern fokussiert sich der digitale Wandel auf die drei Kernbereiche „Markenführung“, „Datenmanagement“ und „Gästeservice“.

Zahlreiche Akteure auf unterschiedlichen Ebenen werben gleichzeitig um den Gast und versprechen „unverwechselbare Urlaubserlebnisse“, kritisiert das Barometer. Dies führt zu parallelen Prozessen und Doppelarbeiten. Entscheidend für den künftigen Erfolg ist es, Prioritäten und Schwerpunkte in Form einer intelligenten Arbeitsteilung gemeinsam und verbindlich festzulegen.

Nur im Miteinander der verschiedenen Ebenen – vom Landesmarketing über die Destinationen bis zu den Orten und Betrieben – sowie der immer wichtiger werdenden externen Partner, wie zum Beispiel Themenportale, Vertriebskanäle, Mobilitätsanbieter, können die digitalen Herausforderungen gemeistert werden. Die Digitalisierung hilft somit, betriebsinterne Prozesse effizienter zu gestalten und damit Ressourcen zu sparen. Gleichzeitig bietet sie die Chance, dem Gast individuellere Angebote zu unterbreiten.

Das Tourismusbarometer

Das Sparkassen-Tourismusbarometer untersucht Trends und Entwicklungen in der ostdeutschen Tourismuswirtschaft. Gestartet wurde es 1998 in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und in Thüringen. Mittlerweile ist es als Monitoring-Instrument eine unverzichtbare Orientierungshilfe, die auch in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Saarland und Westfalen-Lippe zum Einsatz kommt.

Weitere Informationen zum Tourismusbarometer im Internet unter: www.tourismusbarometer.de

Link zum Download der App: www.sparkasse-vor-ort.de/s-tourismusbarometer

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  • Ergebnisse: Sparkassen-Tourismusbarometer - Mut zum Umdenken!
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