Ermrich: Nord-Sparkassen 2017 deutlich über Bundesschnitt

Parlamentarischer Abend des OSV

Schwerin, 17. Januar 2017  Im zurückliegenden Jahr haben sich die Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern auch in schwierigen Zeiten behauptet. Die Kundeneinlagen wuchsen von Januar bis September 2016 mit 6,5 Prozent stärker als in anderen Teilen Deutschlands und des OSV-Gebietes. Diese positive Entwicklung dürfte sich bis Jahresende fortgesetzt haben, sagte der Geschäftsführende Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, Dr. Michael Ermrich, auf einem parlamentarischen Abend des Verbandes in Schwerin.

Ermrich sagte weiter: „Als Hausbank der Ostdeutschen sind wir stolz auf das Vertrauen, das uns unsere Kunden entgegenbringen. Nach wie vor liegen über 60 Prozent der Spareinlagen aller Privathaushalte hier im Land bei unseren Sparkassen. Zusätzlich haben sie auch noch Verträge bei unseren Partnern im Sparkassenverbund: der LBS Ostdeutschen Landesbausparkasse AG, der Provinzial Nordwest Lebensversicherung AG, der Provinzial Nord Brandkasse AG, der DekaBank und dem S Broker.“

Die Sparkassen blieben zudem Partner des heimischen Mittelstandes und finanzierten so sicheres Wirtschaftswachstum in Mecklenburg-Vorpommern. Auch dies spiegelt sich in den Zahlen wieder. Die Kreditbestände bei den Sparkassen des Landes stiegen in den ersten sechs Monaten um acht Prozent.

Kritik äußerte Ermrich zur Überregulierung: „Es ärgert uns, und zwar im Kundeninteresse, wenn der Gesetzgeber Geschäftsfelder zu stark reguliert. Erst recht, wenn kein Bedarf besteht, ja wo es gar zum Kundennachteil wird.“

Beispielhaft nannte er die Wohnimmobilienkreditrichtlinie, bei der deutsches Recht die strengen EU-Vorgaben noch verschärft hatte. Ermrich begrüßte, dass die Bundesregierung Hinweise aus dem Sparkassenlager und den Ländern aufnehme und mit dem "Gesetz zur Ergänzung des Finanzdienstleistungsaufsichtsrechts im Bereich der Maßnahmen bei Gefahren für die Stabilität des Finanzsystems und zur Änderung der Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie" reagiere. „Wenn die EU aus guten Gründen Freiräume eröffnet, dann sollten diese Freiräume auch genutzt werden.“ 

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