Ermrich: Sparkasse bleibt Erfolgsmodell

Parlamentarischer Abend des OSV

Schwerin, 17. April 2018  Die Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern und ihre kommunalen Träger lehnen eine europäische Einlagensicherung ab. „Es darf nicht sein, dass Kunden der Sparkassen im Norden für die Risiken, beispielsweise südeuropäischer Banken, haften. Risiko und Haftung gehören zusammen. Entsprechende Systeme müssen in allen Ländern aufgebaut werden.“ Dies sagte der Geschäftsführende Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes (OSV), Dr. Michael Ermrich, auf einem parlamentarischen Abend des Verbandes in Schwerin.

Sparkassen seien erfolgreich. „Dies ist möglich, weil wir im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung und der Daseinsvorsorge ein bewährtes und effizientes, erfolgreiches und eigenkapitalstarkes Sparkassenwesen sicherstellen, dass einem öffentlichen Auftrag folgt“, betonte Ermrich. Dies zeige sich u.a. bei der Stärkung und Erhalt von Strukturen im ländlichen Raum, hier leisteten die Sparkassen einen wichtigen Beitrag.

Ermrich stellte zudem klar: „Die Institute dürfen nicht durch wachsende Regulierungslasten aus Europa und der Bundesebene ausgebremst und behindert werden.“ Zur Erfüllung all der nicht immer nachvollziehbaren Normen werde immer mehr Eigenkapital beansprucht. Für die Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern stiegen die Belastungen 2018 von aktuell 750 Mio. Euro auf dann 990 Mio. Euro. Dies bedeute, dass sie 240 Mio. Euro mehr ihres Eigenkapitals zur Erfüllung der Anforderungen der Aufsicht blocken, kritisierte Ermrich.

Insgesamt seien die neun Sparkassen des Landes gut aufgestellt. Die Sparkassen blieben zudem Partner des heimischen Mittelstandes und vergaben 2017 neue Kredite in Höhe von mehr als 1,7 Mrd. Euro, davon 835 Mio. Euro an Unternehmen und Selbständigen. Diese Entwicklung hält auch 2018 an.

Kredite sind immer neue Kaufkraft. Zusammen mit rund 150 Mio. Euro Gehälter der Beschäftigten der Sparkassen stehen sie damit für 1,85 Mrd. Euro neue Kaufkraft in Mecklenburg-Vorpommern. Das sind rund 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes.

Gleichzeitig wuchsen die Kundeneinlagen auf 12,7 Mrd. Euro an. Außerdem zahlten die Sparkassen 2017 rund 44 Mio. Euro Steuern.  

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